Der Notruf
Über 122 nimmt die zuständige Alarmzentrale den Notruf entgegen. Die Angaben zum Ereignis und zum Einsatzort bilden die Grundlage dafür, welche Feuerwehren und Fahrzeuge benötigt werden.
WISSENSWERTES
Was nach einem Alarm passiert, wofür unsere Geräte eingesetzt werden und was die Begriffe bedeuten.
EINSATZ · TECHNIK · BEGRIFFE
Wenn unsere Fahrzeuge ausrücken, beginnt für die Bevölkerung meist der sichtbare Teil eines Einsatzes. Hier zeigen wir auch die Schritte davor und danach – und erklären die Technik, die unsere Mannschaft unterstützt.

DER ABLAUF
Über 122 nimmt die zuständige Alarmzentrale den Notruf entgegen. Die Angaben zum Ereignis und zum Einsatzort bilden die Grundlage dafür, welche Feuerwehren und Fahrzeuge benötigt werden.
Die erforderlichen Einsatzkräfte werden verständigt. Je nach Alarmierungssystem geschieht das etwa über Sirene, Pager oder eine Alarmierungs-App. Bei einer Freiwilligen Feuerwehr kommen die Mitglieder aus ihrem Alltag – von zuhause, aus der Arbeit oder unterwegs.
Die verfügbaren Mitglieder kommen zum Feuerwehrhaus, legen ihre persönliche Schutzausrüstung an und besetzen die benötigten Fahrzeuge. Aufgaben werden nach Ausbildung und Einsatzbedarf verteilt. Auch auf dem Weg zum Feuerwehrhaus zählt eine sichere Anfahrt.
Die Mannschaft fährt zum Einsatzort. Dort verschafft sich die Einsatzleitung einen Überblick: Was ist passiert, wer ist gefährdet und welche Maßnahmen sind nötig? Aus dieser Erkundung entstehen die konkreten Aufträge.
Die Einsatzkräfte retten Menschen und Tiere, bekämpfen Brände oder leisten technische Hilfe. Je nach Lage werden weitere Feuerwehren oder andere Organisationen hinzugezogen. Funk und klare Zuständigkeiten helfen bei der Zusammenarbeit.
Nach dem Einsatz werden Geräte gereinigt und kontrolliert, Verbrauchsmaterial ergänzt und Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht. Eine Nachbesprechung hilft, Erfahrungen für kommende Einsätze und Übungen mitzunehmen.
TECHNIK, DIE HILFT
Unsere Geräte erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Entscheidend sind die passende Auswahl, regelmäßige Prüfung und eine Mannschaft, die den Umgang damit geübt hat.
Bei Rauch oder gefährlicher Atemluft schützt ein Atemschutzgerät die ausgebildeten Träger mit einem eigenen Vorrat an Atemluft. Dazu gehören Maske, Druckluftflasche und weitere Sicherheitsausrüstung.
Sie stellt Temperaturunterschiede bildlich dar. Das hilft etwa bei der Orientierung, bei der Suche nach Personen oder beim Auffinden von Glutnestern. Sie ersetzt die sorgfältige Kontrolle der Einsatzstelle nicht.
Spreizer und Schneidgerät können bei Verkehrsunfällen Fahrzeugteile auseinanderdrücken oder durchtrennen. Damit schaffen die Einsatzkräfte Zugang zu eingeklemmten Menschen und unterstützen eine schonende Rettung.
Mit der Seilwinde können Fahrzeuge oder andere Lasten gezogen werden. Anschlagpunkte, Sicherung und die Belastbarkeit der eingesetzten Mittel müssen dabei aufeinander abgestimmt sein.
Mit Druckluft gefüllte Kissen können schwere Lasten kontrolliert anheben. Zusätzliches Unterbauen sichert den gewonnenen Raum. Sie ergänzen die technische Rettung dort, wo andere Geräte schwer angesetzt werden können.
Die Fahrzeugpumpe fördert Löschwasser zu den Strahlrohren. Tauch- und Schmutzwasserpumpen unterstützen beispielsweise beim Auspumpen überfluteter Bereiche. Unterschiedliche Schläuche verbinden Wasserentnahme, Pumpe und Einsatzstelle.
Ein leistungsfähiger Ventilator unterstützt die gezielte Belüftung. Sein Einsatz wird mit den übrigen Maßnahmen abgestimmt, denn Luftströmungen können auch den Brandverlauf beeinflussen.
Lichtmast und Stromversorgung ermöglichen Arbeiten bei Dunkelheit und versorgen elektrische Geräte. Gute Ausleuchtung erleichtert die Orientierung und hilft, Gefahren zu erkennen.
RLFA, MTF und VF ergänzen sich bei Brandbekämpfung, technischer Hilfe und Versorgung.
KURZ ERKLÄRT
Eine kleine, gemeinsam eingesetzte Gruppe aus ausgebildeten Atemschutzträgern. In Niederösterreich besteht sie üblicherweise aus drei Mitgliedern.
Eine technische Anlage zur Erkennung und Meldung von Bränden. Ein Brandmeldealarm muss vor Ort überprüft werden, auch wenn noch kein Feuer sichtbar ist.
Sie beurteilt die Lage, legt die Maßnahmen fest und koordiniert die eingesetzten Kräfte.
Jugendliche lernen Feuerwehrtechnik und Zusammenarbeit kennen. Ausbildung, Bewerbe und gemeinsame Aktivitäten bereiten auf den späteren Aktivdienst vor.
Führt eine Gruppe und setzt mit ihr den erhaltenen Einsatzauftrag um.
Organisierte Feuerwehrkräfte unterstützen bei größeren Schadenslagen auch außerhalb ihres unmittelbaren Einsatzbereichs.
Kleinrüstfahrzeug mit Bergeausrüstung. Unser inzwischen ausgeschiedener VW LT 35 war bis 2009 als KRF-B und danach als MTF im Dienst. 2019 wurde er durch den Ford Transit ersetzt.
Bedient beispielsweise die Fahrzeugpumpe und weitere Aggregate. Dafür sind eine passende Ausbildung und gute Gerätekenntnis erforderlich.
Mannschaftstransportfahrzeug. Unser Ford Transit transportiert die Mannschaft zu Einsätzen, Übungen und weiteren Feuerwehraktivitäten.
Rüstlöschfahrzeug mit Allradantrieb. Es verbindet Ausrüstung für die Brandbekämpfung und technische Hilfe. Die Zahlen bezeichnen 2.000 Liter Löschwasser und 200 Liter Schaumtankvolumen.
Ein Einsatz mit gefährlichen Stoffen, etwa nach einem Austritt von Chemikalien. Schutz, Erkundung, Absicherung und geeignete Spezialausrüstung stehen dabei im Vordergrund.
Versorgungsfahrzeug. Unsere Doka-Pritsche ergänzt den Transport von Mannschaft, Geräten und Material.
Hier findest du Informationen zum Einstieg und Antworten auf häufige Fragen.